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Die 7 Erfolgsfaktoren zu Deiner Mission

Unabhängig von Branche, Sportart, Geschäftsmodell, Talent, individuellen Fähigkeiten usw. scheinen erfolgreiche Menschen Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Daher lautet die Frage vieler Menschen immer wieder:

 

"Wie wird man erfolgreich, was sind maßgeblichen Erfolgsfaktoren?"

 

Es gibt, wie immer von uns betont wird, hierauf keine allgemeingültige Antwort. Und doch lassen sich durch Erfahrung und genaue Beobachtung einige der wichtigsten Erfolgsfaktoren extrahieren:

1. Disziplin

 

Nenn' es Opferbereitschaft, Fleiß oder Disziplin - die Grundregel bleibt bestehen:

 

Arbeit schlägt Talent.

 

Ob im Hochleistungssport oder im Business, ab einer entsprechenden Management-Ebene ist davon auszugehen, dass die stärksten Wettbewerber ähnliche Grundfertigkeiten mitbringen. Wenn diese Hypothese stimmt, dann machen Talent und Kompetenz kaum noch den entscheidenden Unterschied. Um im Profisport oder in der Karriere an die Spitze zu gelangen, müssen Top-Performer wie Zdeno Chara bereit sein, alles ihrer Mission unterzuordnen: Partnerschaften, Familie, Freunde usw. Dass dies mitunter (langfristige) Konsequenzen hat, sollte vor der Mission klar sein und mit dem eigenen Umfeld besprochen werden, sonst drohen vermeidbare Konflikte.


2. Reflexion

 

Top-Athleten und erfolgreiche Manager bringen überdurchschnittlich häufig die Fähigkeit zur Selbstkritik mit.

 

Confront the brutal facts!

 

In vielen Situationen können diese Top-Performer nur allein entscheiden und haben wenig Möglichkeiten, ihre Entscheidungen im Kollegenkreis oder im Team abzustimmen. Das setzt voraus, dass man in der Lage ist, die eigene Situation so objektiv wie möglich aus der Helikopter-Perspektive zu betrachten und sich ehrlich und hart zu hinterfragen. Erfolgreiche Sportler und Manager sind dann in der Lage, aus positiven und negativen Situationen gleichermaßen wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Entscheidungsprozesse zu gewinnen und verbessern sich so permanent, beispielsweise Tiger Woods, Top-Golfer und ehemals bestbezahlter Sportler der Welt:

 

"The only thing you can do is take a learning experience from it, positives and negatives, and apply them to the future. What did you do right, what did you do wrong, and I did a lot of things right this week."


3. Fokussierung

 

Wir beobachten im Mental-Coaching immer wieder eine außergewöhnliche Fähigkeiten zur Aufmerksamkeitsregulierung bei Top-Performern, denn:

 

Derjenige, der zwei Hasen gleichzeitig jagt, wird keinen davon fangen.

 

"The beauty of it", wie der Amerikaner zu diesem alten japanischen Sprichwort sagen würde, ist, dass man Aufmerksamkeitsregulierung und damit die Fokussierung auf das Wesentliche lernen und trainieren kann. Viele Leistungssportler aber auch Top Executives nutzen hierzu einfache, aber wirksame mentale Trainingsmethoden, die ihnen helfen, in erfolgskritischen Situationen "bei sich" und im Fokus zu bleiben.


4. Mentaltraining

 

Für Top-Performer ist längst klar, dass 30 - 40% ihres Trainingsaufwandes auf Mentaltraining entfallen. Denn:

 

Du kriegst nicht das, was du dir wünschst, sondern das, worauf du dich konzentrierst.

 

Diese 30%-Regel gilt im übrigen auch für Top-Executives vor wichtigen Veranstaltungen und Events, auf die sie sich detailliert und intensiv mit mentalen Trainingsmethoden vorbereiten, z.B. die Jahreshauptversammlung oder das Aufsichtsratsmeeting.

 

Viel zu oft jedoch, wird immer noch ein viel zu großer Fokus auf die technischen Skills gelegt, z.B. auf Passgenauigkeit auf dem Rasen, Körpersprache auf der Bühne, Skating auf dem Eis, Return auf dem Court, Rhetorik vor der Kamera usw.

 

Wenn jedoch im Top Performance - Bereich die Hypothese gilt, dass die stärksten Wettbewerber über ähnliche Fähigkeiten und Kompetenzen verfügen (weil sie sonst ja nicht um die Pole Position mitkämpfen würden), dann gilt auch hier, dass die mentale Fitness über Gewinnen oder Verlieren entscheidet. Nur deshalb verwenden Top-Athleten 30% ihrer Trainingszeit für Mentaltraining, oder mit den Worten von Wayne Gretzky ausgedrückt, einem der besten Eishockeyspieler weltweit:

 

"Ninety percent of hockey is mental and the other half is physical."


5. Benchmarking

 

Gerade junge Nachwuchs-Führungskräfte oder Leistungssportler auf dem Sprung in den Profibereich hadern oft mit falschen Benchmarks.

 

"Umgib Dich mit Menschen, die besser sind als Du selbst." (Warren Buffett)

 

Diese alte Weisheit bestätigt sich in unseren Coachings immer wieder. 

 

Oft erkennen wir im Coaching, dass Vergleiche zu großen Vorbildern und vermeintlichen Wettbewerbern gezogen werden, die einen enormen Druck aufbauen und gleichzeitig leistungsmindernd wirken. Junge Führungskräfte vergleichen dann ihre Führungskompetenzen mit dem Vorstand, Jungprofis ihre Skills im Match mit dem gestandenen Profi.

 

Gleichzeitig gibt es jedoch auch die Tendenz, sich im Erfolgsfall auf den "Lorbeeren auszuruhen" und sich "nach unten" mit schwächeren Wettbewerbern zu vergleichen. Beides ist in den meisten Fällen nicht förderlich für die eigene Performance. 

 

Top-Performer wiederum zeigen oft zwei außergewöhnliche Fähigkeiten...

 

Erstens sind sie in der Lage, passend zu Kontext und Situation eine adäquate und gleichwohl ambitionierte Vergleichsgruppe für sich zu definieren, um ihre Leistung einem fairen und objektiven Benchmark unterziehen zu können.

 

Und zweitens umgeben sie sich immer mit den Besten - ohne Kompromisse. Sie umgeben sich mit den besten Trainern, den besten Coaches, den besten Mitarbeitern, den besten Teams, den besten Dienstleistern usw. Das sind Menschen, die so gut in ihrem Job und damit unabhängig sind, dass sie bereit sind, objektive und harte Feedbacks für ein 360°-Benchmarking zu geben. Denn nur damit können und wollen Top-Performer arbeiten!


6. Zieldefinition

 

Wenn man Hochleistungssportler oder Top-Manager in ihrem Alltag beobachtet, dann spürt man immer wieder, dass all ihr Tun nur auf ein klares Ziel ausgerichtet ist.

 

Mache Deine Träume zum Ziel. Denn Träume sind nicht verhandelbar.

 

Oft erkennt man es nicht sofort, aber man spürt die vollkommene Fokussierung. Und wenn man fragt, sind auch wir manchmal verblüfft, mit welcher Klarheit Top-Performer antworten können. Sätze wie "Unser Unternehmen wird in drei Jahren Weltmarktführer für Tiefbohrtechnik sein." oder "Ich werde in zwei Jahren Stammspieler in der NBA sein." zeugen von außergewöhnlicher Klarheit. Noch viel entscheidender ist jedoch, dass sie auch eine klar definierte Roadmap mit Meilensteinen und kleinen messbaren Zwischenschritten auf dem Weg dorthin haben. Mit anderen Worten: sie haben nicht nur eine Mission sondern auch einen Plan.


7. Konsequenz

 

Oft befragen wir Top-Manager selbst zu den Faktoren, die ihren Erfolg ermöglicht haben. In vielen Fällen sind sie bescheiden und geben "Glück" und die Möglichkeit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein, als einen der wesentlichen Faktoren an. Doch genauso oft kommen in ihren Erzählungen immer wieder folgende Wörter vor: Durchhaltevermögen, eiserner Wille, Konsequenz.

 

"Wenn Sie zu den Besten gehören wollen, streichen Sie das Wort 'Aufgeben' einfach aus Ihrem Wortschatz." (Oberfeldwebel Ohnheiser)

 

Profis, egal ob im Sport oder im Management, wissen, dass der Erfolg ihrer Pläne von ihrer Umsetzung abhängt. Die besten Pläne nützen nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden. Die Besten ihres Fachs waren und sind immer bereit, die letzte Meile für ihr Ziel zu gehen und  notfalls gegen alle Widerstände ihre Pläne umzusetzen. Diese Top-Performer wissen, dass sie dann den Unterschied machen, wenn alle anderen vor den Schwierigkeiten zurückschrecken. Oder um es mit den Worten von Michael Jordan, Basketball-Legende aus den USA, auszudrücken:

 

 

"I've missed more than 9,000 shots in my career. I've lost almost 300 games. Twenty six times I've been trusted to take the game winning shot and missed. I've failed over and over and over again in my life. And that is why I succeed."


TOP 7-Erfolgsfaktoren in der Praxis